Tipps für den Anwaltsbesuch

Eine gewissenhafte Vorbereitung auf das Ihnen bevorstehende Gespräch mit den Anwalt Ihrer Wahl erleichtert Ihnen beiden die Zusammenarbeit. Deshalb sollten Sie die nachstehenden Tipps beachten.



Notiz_02 / Jorma Bork / pixelio.de

Der Anwalt wird sich über Ihr Anliegen beim ersten Gespräch umfassend informieren. Zu diesem Zweck sollten Sie sich im Vorfeld Stichworte notieren, um Ihr Problem präzise und detailgetreu darzulegen. Hierdurch wird vermieden, dass wichtige Anhaltspunkte in der Aufregung vergessen werden. Stellen Sie für Ihr erstes Beratungsgespräch alle wichtigen Schriftstücke und Beweismittel gewissenhaft zusammen. Denken Sie daran, nur was Sie mit Beweisen unterlegen können hat Aussicht auf Erfolg!

Ihr Anwalt wird nun die vorgelegten Unterlagen sichten. Fragen Sie Ihn nach vergleichbaren und nach seinen Erfahrungen in ähnlich gelagerten Fällen. Besonders wichtig ist eine Aussage über die Erfolgsaussichten Ihres Falles. Lassen Sie sich über Ihr Kostenrisiko im Falle eines Prozesses aufklären. Sie können danach entscheiden, ob der Anwalt Sie vertreten soll, d.h. Sie ihm das Mandat erteilen. Für diese Erstberatung darf er Ihnen maximal 180.- € berechnen.

Die Kosten Ihres Anwaltes richten sich grundsätzlich nach der Rechtsanwaltvergütungsgesetz (RVG). Die Gebühren sind im Normalfall nach dem Streitwert zu berechnen. In einigen Fällen ist es sinnvoll, den Anwalt auf der Basis eines zu vereinbarenden Stundenhonorares zu beauftragen. Sie können die etwaigen Kosten mit dem Prozesskostenrechner selbst ermitteln.

Sie sollten sich regelmäßig über den geführten Schriftverkehr informieren lassen. Ihr Anwalt wird mit Ihnen gemeinsam eine Verfahrensstrategie entwickeln. Einige Entscheidungen sind an Fristen gebunden, so dass Sie für Ihren Anwalt ständig erreichbar sein sollten.

Bei Fristversäumnissen, u.a. Fehlern haftet auch ein Anwalt für den entstandenen Schaden. Scheuen Sie sich nicht, von ihm in eindeutigen Fällen Schadensersatz zu verlangen!

Wie Sie mit Hilfe des Prozesskostenrechners feststellen können, sind gerichtliche Auseinandersetzungen unter Umständen eine teure Angelegenheit. Sie können einen Antrag auf Bewilligung von Beratungs- bzw. Prozesskostenhilfe stellen, wenn sie Ihre soziale Bedürftigkeit nachgewiesen haben und Ihre Klage eine gute Chance auf Erfolg hat. Im nachfolgenden Informationsblatt, erhalten Sie wertvolle Hinweise, was Sie im Vorfeld beachten sollten. Die jeweils aktuellsten Vordrucke erhalten Sie bei den Gerichten bzw. im Fachbuchhandel.